Ein ganzheitlich systemischer Ansatz
Warum
In unserem Bild von `Gesundheit als Prozess` kann es viele mögliche Ursachen für Krankheiten geben. Häufig steht die Frage des "Warum" an erster Stelle. Die Antwort darauf kann helfen, zu verstehen und das (Über-) Leben sichern. Doch bleibt vielen Patienten gerade diese Antwort verborgen, obwohl jeder Mensch dieses Wissen in sich trägt.

Was behindert diese Einsicht? Manchmal ist es der Platz, den man im eigenen Leben einnimmt: Man steht sich selbst im Weg, wie eine Redensart besagt. Oder das Gefühl für das eigene "Selbst" ist verloren gegangen und damit auch die Fähigkeit, die Antwort selbst zu sehen. Es können Bedürfnisse sein, die bislang nicht gesehen oder nicht gelebt werden konnten. Sie verhindern, die Antworten zu finden und damit den Heilungsweg zu beschreiten.
Die systemische Diagnose als Einstieg
Für die Gemeinschaft der Therapeuten ist nicht nur die medizinische Diagnose von Bedeutung. Vielmehr ist die systemische Diagnose entscheidend, damit die ergänzenden Therapien bestmöglich zusammenwirken können.

Diese Diagnose steht daher am Anfang und markiert die Einleitung in den Gesundheitsprozess, sie dient dem gemeinsamen Verstehen. Alle Ebenen der Persönlichkeit in der aktuellen Lebenssituation werden dabei berücksichtigt. Zugleich verdienen Verhaltensmuster, die jemand von der Familie oder Vorfahren übernommen hat, besonderer Beachtung.
Der ganzheitliche Ansatz
Diese systemischen Erkenntnisse werden direkt in die homöopathische und/oder osteopathische Behandlung übernommen. In den regelmäßigen Intervisionsrunden der Gemeinschaft werden sie von den Therapeuten besprochen und überprüft.
Für den Patienten und die Patientin bedeutet die Therapie in der Gemeinschaft daher ein hohes Maß an Sicherheit, Kompetenz und Effektivität. Für jeden Patienten gibt es einen Bezugs-Therapeuten, der Mitglied der Gemeinschaft ist. Er begleitet alle Termine in der Therapie, und ist Gesprächspartner in der Vor- und Nachbereitung.
Ihr Leid betrifft auch andere
Ein sehr wichtiger Bestandteil der Therapie ist für uns die Begleitung durch den Partner, die Partnerin oder einem nahen Angehörigen. Sie sind Hilfe und Stütze in schweren Situationen, doch oft werden deren eigene Ängste und Nöte nicht gesehen. Angesichts der schweren Erkrankung gelten die Sorgen der Begleitenden oftmals als nicht angebracht. Bei einer ganzheitlichen Betrachtung gehören diese Menschen unbedingt dazu. Hier sind Bewußtwerdung und Loslösung, zum Erreichen des Therapieziels, von großer Wichtigkeit.